In den Pfingstferien zog es die Jungenschaft Puma zu einem viertägigen Hajk in die östliche
Bodenseeregion. Zu Fuß wollten wir gemeinsam die ländliche Gegend um Friedrichshafen erkunden.
An Fronleichnam trafen wir uns hierzu frühmorgens auf dem Waldenburger Bahnhof. Von dort gelangten
wir mit der Bahn über Crailsheim und Ulm nach Ravensburg, wo unser Abenteuer beginnen sollte. Raus
aus Ravensburg stärkten wir uns zuerst bei einem Picknick am Flussufer der Schussen, bevor wir den
Wanderpfaden des Jakobsweges quer durch den Adelsreuter Wald folgten. Vorbei an Meckenbeuren gelangten
wir 22 km später schließlich nach Oberteuringen. Dort angekommen steuerten wir zielstrebig den
Grillplatz des abgelegenen Parkgeländes an, wobei uns ein Eisauto begegnete.
Die sich bietende Chance wurde natürlich sofort ergriffen. Später nahmen wir mit dem Abendessen die
erste warme Mahlzeit der Pfingstaktion zu uns. Da der Himmel inzwischen stark bewölkt war, folgte
das Aufbauen von Ein-Mann-Zelten aus den mitgebrachten Kohtenplanen, bevor der Abend am Lagerfeuer
ausklingen konnte. Eine gegen 23 Uhr beginnende Geburtstagsfeier in Sichtweite sorgte jedoch für eine
kurze Nacht; und für einen Zeltbesuch der örtlichen Polizei, die sich jedoch weiter nicht an uns
Campern störte.
Nach Frühstück, Zeltabbau und Morgenwäsche an der Rotach setzten wir unseren Hajk in Richtung
Markdorf fort. Vorbei an Getreide- und Erdbeerfeldern, rasteten wir dort angekommen für einen
Mittagsimbiss. Anschließend ging es vorbei an Feldern und Bauernhöfen weiter in Richtung Bodensee.
Am späten Nachmittag deuteten zunehmende Obstwiesen bereits dessen Näherkommen an. Beim späteren
Baden genossen wir abgekämpften Wanderer dann das kühle Nass des Gewässers. Zur Geburtstagsfeier
eines Teilnehmers durften wir auch dessen extra angereiste Eltern vor Ort begrüßen. Bei Einbrechen
der Dunkelheit legten wir die letzten 4 km des Tages zurück, bevor wir uns am Waldgrillplatz eines
Hochseilgartens niederließen.
Am nächsten Tag ging es weiter nach Immenstaad, wo sich die Mitarbeiter schließlich zu einer Fahrt
mit der Bodenseefähre ins 10 km entfernte Friedrichshafen überzeugen ließen. Dort angekommen wurden
die gewonnene Zeit für einen Stadtbummel und ein zweites Baden im Bodensee genutzt. Gegen später
setzten wir unseren Weg zu einem 6 km entfernten Waldspielplatz zwischen Lochbrücke und Gunzenhausen
fort, wo wir unser Nachtquartier aufschlagen wollten. Dort angekommen ließen wir den letzten Abend
der Tour bei Maultaschen und Lagerfeuer ausklingen.
Am Sonntagmorgen ging es nach dem Frühstück zurück Richtung Friedrichshafen. Vom Dach des dortigen
Flughafens konnten die Teilnehmer noch Kleinflugzeuge und einen Zeppelin beobachten, bevor es mit
dem Zug zurück ins Hohenloher Land ging. Vier anstrengende, aber auch erlebnisreiche Tage waren
somit zu Ende. Und alle sind sich einig, dass es nicht unser letzter Hajk bleiben soll.
(Mathias Knorr, 20.12.2007)
Fotos: Mathias Knorr